Viskosematratzen

Die Matratzen mit einer Viskose – Füllung haben ganz besondere Liege-Eigenschaften, weil sie sich dem Körper optimal anpassen und ihre dabei erhaltene Form nur allmählich wieder in Richtung des Ausgangszustands ändern. Dadurch sind diese Matratzen sowohl zur Vorbeugung wie auch bei bereits eingetretenen gesundheitlichen bzw. orthopädischen Problemen eine interessante Alternative.

ViskosematzratzenMaterial und Aufbau

Der Aufbau einer Viskosematratze ähnelt dem einer Kaltschaummatratze. Allerdings besteht hier das Füllmaterial aus zwei unterschiedlichen Materialien. Im Kern einer jeden Viskosematratze befindet sich in der Regel eine Schaumfüllung aus weichem Polyurethan. Umschlossen ist diese Füllung mit einer relativ neuartigen Polymer-Mischung oder auch mit flexiblen Platten aus Viskose mit ganz besonderen Eigenschaften. Natürlich ist die Matratze nicht vollständig gefüllt, eine symmetrische Anordnung von offenen Luftzellen übernimmt die Belüftung und den Abtransport von Feuchtigkeit. Außerdem ist der Viskoseschaum besonders resistent gegen Bakterien, Milben und Staub, weshalb solche Modelle vor allem auch im medizinischen Bereich weit verbreitet sind; selbst viele Krankenkassen empfehlen derartige Matratzen.

Eigenschaften und Vorteile

Viskosematzratzen

Die mehrere Zentimeter dicke, schaumartige Masse, die den Matratzenkern umgibt, besitzt sozusagen ein Gedächtnis, sie kann sich also an Formveränderungen erinnern und diese Änderungen für eine gewisse Zeit auch speichern. Als Anhaltspunkt dient dem von der NASA entwickelten Polymer dabei die Temperaturänderung an der Oberfläche. Beim Liegen werden also die wärmsten Körperregionen am ehesten durch Nachgeben der Matratze verformt, kältere oder ungenutzte Bereiche behalten ihre ursprüngliche Form. Dadurch werden punktuelle Belastungen auf Dauer komplett vermieden, was die Durchblutung und somit den Schlafkomfort verbessert.

Ein anderer wesentlicher Vorteil der Viskosematratzen ist, dass sie sich auch für kleinere bzw. leichtere Menschen bestens eignet, denn das Einsinken und Abstützen des Körpers geschieht hauptsächlich temperaturabhängig anstatt nach Körpergewicht.

ViskosematzratzenHinzu kommt eine lange Lebensdauer dieser Viskose-Modelle, die vor allem aus den Eigenschaften des „Gedächtnisschaums“ resultiert. Die Matratze nimmt immer wieder die Ursprungsposition ein und durch das Fehlen mechanischer Teile kann eine Viskosematratze außerdem nicht verschleißen.

Darüber hinaus ist auch nach einer längeren Benutzung ein ruhiger Schlaf garantiert, weil keine festen Bauteile oder Komponenten enthalten sind.

Da sich die Matratze nur bedingt punktuell verformt, werden die umliegenden Körperregionen abgestützt, wodurch sich wiederrum die Muskeln entspannen anstatt sich zu verkrampfen. Selbst bei bereits eingetretenen Rückenproblemen bewirken Viskose-Modelle dadurch eine schnellere und wirkungsvollere Linderung als andere Modelle.

KaufentscheidungViskosematzratzen

Da der Aufbau solcher Viskosematratzen relativ überschaubar ist, gibt es nur wenige Anhaltspunkte, die eine Kaufentscheidung erleichtern können. Wichtig ist in jedem Fall die Dicke der Memory-Schicht, also des Materials, das sich zwischen Kernfüllung und Liegefläche befindet. Hier gelten etwa 3 cm als das Minimum. Unbeachtet lassen kann man dagegen den Punkt Lattenrost, da sich die Viskose-Modelle an einfache starre Lattenroste, an die motorgetriebenen Varianten und an die verstellbaren Roste gleichermaßen anpassen können. Oftmals sind Viskosematratzen in der Anschaffung etwas kostenintensiver als andere Modelle, aber durch die lange Haltbarkeit und die gesundheitsfördernden Eigenschaften sollten die Finanzen hierbei kein Thema sein.

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