Taschenfederkernmatratzen

Die so genannte Taschenfederkernmatratze ist eine Sonderform der Federkern-Modelle, die ja ihre Bezeichnung den eingearbeiteten kleinen oder größeren Stützfedern zu verdanken hat.. Durch die einzeln abgetrennten Federn in den Taschen (bis zu 1.000 Einzelfedern) werden eine optimale Körperanpassung und ein sehr punktgenauer Liegekomfort erreicht.

TaschenfederkernmatratzenMaterial und Aufbau

Generell besteht das Innenleben einer Federkernmatratze aus zahlreichen Rundfedern mit gleicher Spannung, die sich über die gesamte Liegefläche verteilen. Man kennt heute vor allem die Endlosfedern, einige Leichtfedern und die weit verbreiteten Bonnellfedern, deren Durchmesser sich zu den Enden hin erhöht. Bei den Taschenfederkernmatratzen ist jede einzelne dieser Stahlfedern über die gesamte Fläche der Matratze in einer Stofftasche verpackt. Hierbei werden insbesondere Vlies oder Baumwolle verwendet. Die Stofftaschen sind an den Federenden miteinander vernäht, wodurch sich die Stabilität der Taschenfederkernmatratze wesentlich erhöht. Durch den speziellen Aufbau dieser Matratzen sind verschiedene Liegezonen oder ein unterschiedliches Raumgewicht kein Problem, in dem man beispielsweise Federn mit unterschiedlichen Stärken verwendet.

Eigenschaften und Vorteile

Taschenfederkernmatratzen

Durch die spezielle Konstruktionsweise dieser Matratzen können ein bequemer Schlafkomfort und eine punktgenaue (= gesunde) Belastung miteinander kombiniert werden. Die verbundenen Einzeltaschen ergeben ausreichend Flächenstabilität und die einzelnen Federn sorgen dabei für entsprechenden Widerstand dort, wo er gebraucht wird. Das bedeutet, dass einzelne Körperregionen (z.B. die Schulter) bequem einsinken können, während der umliegende Bereich stabil und gerade gehalten oder auch abgestützt wird.

TaschenfederkernmatratzenDurch die einzelnen Federtaschen im Inneren ist in diesen Matratzen zwar viel Stoff verarbeitet, aber durch die geschickte Konstruktion (vor allem durch die offenen Enden der Taschen) kann die Luft dennoch ausreichend zirkulieren. Jede einzelne Feder ist zwar von Stoff umgeben, hat aber gleichzeitig auch einen großen Hohlraum, der Feuchtigkeit gut ableitet.

Eine sehr genaue Punkt-Elastizität ermöglicht den Einsatz von Taschenfederkernmatratzen sowohl auf einfachen, wie auch auf verstellbaren Lattenrosten, weil eventuelle Unebenheiten des Lattenrostes hervorragend ausgeglichen werden.

Naturgemäß ist eine Matratze mit Taschenfederkern durch ihr Innenleben schwerer als beispielsweise Kaltschaum-Modelle. Durch die Federn muss man schon mit einem Gewicht ab etwa 25 kg aufwärts rechnen, was sich gerade beim Transport oder beim Wenden bemerkbar macht. Deswegen sind derartige Modelle in der Regel mit seitlichen Griffen oder Schlaufen versehen, was ihre Handhabung enorm erleichtert.

Einige Hersteller bieten bei ihren Taschenfederkernmatratzen auch eine Sommer- und eine Winterseite an, wodurch sich der Schlafkomfort der jeweiligen Jahreszeit anpassen lässt.

TaschenfederkernmatratzenKaufentscheidung

Zu den wichtigsten Kriterien beim Kauf einer Schlafunterlage mit Taschenfederkern zählt die Anzahl der einzelnen Federn, weil sich daran die Punktelastizität ablesen lässt. Hochwertige Modelle verfügen daher auch über Federn mit unterschiedlicher Druckspannung, wodurch bis zu sieben anatomisch korrekte Liegezonen entstehen. Ein weiterer Punkt ist die so genannte Überpolsterung. Je dicker der Stoff zwischen den Taschen bzw. den Federn und der äußeren Liegefläche ist, desto weniger werden die Feder-Enden vom Körper wahrgenommen. Je nach Gewicht des Benutzers kann auch der Härtegrad über einen erholsamen und rückenschonenden Schlaf mitentscheiden.

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