Kaltschaummatratzen

Immer wenn es um die Anschaffung einer neuen Matratze geht, steht zunächst die Frage nach dem Material an. Es gilt, sich zwischen einem Innenleben aus Feder- oder Luftkern, Kaltschaum oder Latex zu entscheiden. Auschlaggebende Gründe sind dabei vor allem die Eigenschaften und Anforderungen, die die neue Matratze erfüllen soll. Bis vor wenigen Jahren spielten auch finanzielle Aspekte eine wichtige Rolle, weil gerade Kaltschaummatratzen eher den Ruf einer Billig-Variante hatten. Durch moderne Stoffe und eine höhere Qualität konnten diese Matratzen aber reichlich Boden gut machen.

Material und Herstellung

Kaltschaummatratzen

Der so genannte Kaltschaum ist eine Kombination von verschiedenen Polyurethanen. Diese synthetischen Materialien sind sowohl sehr reißfest wie auch auf lange Sicht sehr elastisch. Bei den Kaltschaummatratzen werden vorwiegend Isocyanat und Polyol verwendet, weil diese Materialien außerdem einen Kaltschaum mit relativ hoher Dichtigkeit gegenüber Flüssigkeiten ergeben. Auch die Herstellung des Materials ist im Vergleich zu anderen Füllstoffen recht einfach, weil die komplette Verarbeitung ohne langwierige Prozesse oder Wärmeverfahren auskommt (was auch die Herkunft des Namens erklärt).
Darüber hinaus macht die Kaltschaummatratze auch bei anderen Produktmerkmalen eine durchaus gute Figur. Insbesondere das für Matratzen so wichtige Raumgewicht (Gewicht pro m³ Schaummasse) und die Stauch-Härte (Kraftwiderstand der Füllung) geben Auskunft über Qualität und Härte des Kaltschaums und wurden in den letzten Jahren erheblich verbessert.

Eigenschaften und VorteileKaltschaummatratzen

Zu den wohl wichtigsten Vorteilen dieser Matratzen zählt ihre Unterteilung in bis zu sieben verschiedene Liegezonen. Diese Zonen entsprechen der etwaigen Gewichtsverteilung des Benutzers und bewirken, dass der Körper an allen Stellen gleichmäßig und vor allem orthopädisch optimal einsinkt. Außerdem können diese Zonen beliebig verändert werden, was die Herstellung verschiedener Modellvarianten stark vereinfacht.

KaltschaummatratzenBei der Herstellung des Polyurethans kommen weder Treibmittel wie FCKW, noch schwer brennbare Zusätze zum Einsatz, wodurch sich die Kaltschaummatratze auch für empfindliche Allergiker bestens eignet und gleichzeitig die Umweltbelastung verringert. Kaltschaummatratzen behalten ihre ursprüngliche Form besonders lang, was gleich mehrere Ursachen hat. Einmal sind die Schaumporen nach der Herstellung zu mehr als 90% geschlossen, was das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert. Darüber hinaus haben sie eine enorme Elastizität, wodurch sie immer wieder in ihre Ausgangsform zurückkehren (selbst wenn sie beim Umzug mal gerollt oder geknickt werden).

Da diese Matratzenart im Vergleich mit einer Federkernmatratze ohne bewegliche Teile auskommt, ist nicht nur ein bequemer, sondern auch ein sehr ruhiger Schlaf garantiert. Auch bei heftigen Bewegungen, starker Belastung oder unruhigem Schlaf verhält sich die Matratze immer ruhig und geräuschlos, ein Vorteil, der Federkernmatratzen fehlt. Ferner hat diese Matratzenart durch ihren verschleißfreien Aufbau auch eine wesentlich längere Lebensdauer.

KaltschaummatratzenAuch empfindliche Allergiker können auf eine solche Matratze zurückgreifen, ohne allergische Reaktionen befürchten zu müssen. Das liegt an dem umweltfreundlichen Herstellungsprozess und an einem durch den Schaum sehr geringen Risiko des Milbenbefalls.

Kaufentscheidung

Vor der Anschaffung sollte man allerdings mehrere Anbieter vergleichen, da insbesondere die Definition der einzelnen Härtegrade sehr unterschiedlich gehandhabt bzw. interpretiert wird.

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