Starre Lattenroste

Bei den unter jeder Matratze liegenden Lattenrosten wird nach deren Anpassungsfähigkeit und den Verwendungsmöglichkeiten unterschieden. Neben den auf verschiedene Arten verstellbaren Ausführungen kommen auch starre Lattenroste zum Einsatz, bei denen die Höhe einzelner Bereiche (Kopf- und/oder Fußende) nicht verstellt werden kann. Die starren Lattenroste stehen oftmals in dem Ruf, etwas einfach, qualitativ minderwertig oder auch unbequem zu sein. Das alles sind aber nur Klischees, die einige selbsternannte Experten wohl aus dem sehr günstigen Anschaffungspreis herleiten.

Material und Aufbau

LattenrosteEin starrer Lattenrost ähnelt im Aufbau sehr seinen beweglichen Brüdern. Der Rahmen selbst passt genau in den Innenraum des Bettrahmens. Über die Liegefläche verteilt sind 26, 28, oder sogar 42 Federholzleisten gespannt, die an den seitlichen Enden des Rahmens in so genannten Lagerkappen oder Taschen aus Kautschuk, Gummi oder PVC münden. Im Idealfall liegen diese Lagerkappen auf dem Rahmen auf, was die Stabilität und Belastbarkeit der starren Lattenroste erhöht. Um im Becken- und Hüftbereich eine maximale Stützwirkung zu erzielen, sind die Federholzleisten dort doppelt montiert oder überlappen sich zumindest. Weitere Stabilität bringt ein robuster Textilgurt, der in Längsrichtung mittig zwischen den einzelnen Leisten verschlungen ist und das Gewicht ausgewogen verteilt. Auch zusätzliche Längs- oder Querholme aus mehrfach verleimtem Buchenschichtholz oder massivem Buchenholz tragen zu einer hohen Belastbarkeit und Stabilität bei. Die einfachste Ausführung eines starren Lattenrostes ist der so genannte Rollrost. Dabei kann der gesamte Rost entlang der Liegefläche zusammengerollt werden (ähnlich einem Teppich). Das erleichtert den Umgang insbesondere beim Transport oder beim Umzug.

Eigenschaften und Vorteile

Für viele Verbraucher ist natürlich der extrem günstige Preis ein ausschlaggebendes Argument für einen starren Lattenrost. Insbesondere Jugendliche mit der ersten eigenen Wohnung gelten als große Zielgruppe für solche Modelle. Dabei muss auf Komfort und Bequemlichkeit nicht zwangsläufig verzichtet werden. So lässt sich beispielsweise durch einen verstärkten Mittelbereich die Stützwirkung für den Körper individuell einstellen und auch ein spezieller Schulterbereich lässt sich durch absenkbare Federn erreichen.

Kaum bekannt ist, dass sich selbst starre Lattenroste in bis zu sieben Liegezonen unterteilen lassen, wodurch sie sich mit den beweglichen Modellen auf Augenhöhe befinden.

Durch die nach oben gewölbten Federleisten kann ein starrer Lattenrost auch für Kinderbetten verwendet werden, weil die Federleisten auch größere und punktuelle Belastungen (z.B. beim Springen) gut ausgleichen.

Sowohl bei den klassischen Modellen wie auch bei den aufrollbaren starren Lattenrosten lässt sich bei Bedarf der Textilgurt in der Mitte der Leisten problemlos entfernen. Dadurch wird die Liegefläche weicher oder kann punktuell optimal angepasst werden.

Selbst bei einer hohen Anzahl an Leisten ist durch die Zwischenräume eine ausreichende Luftzirkulation gewähleistet.

Kaufentscheidung

Wie bei den großen flexiblen Brüdern, so ist auch bei den starren Lattenrosten die Anzahl der Federleisten ein aussagekräftiges Qualitätskriterium. Die möglichst elastischen Haltekappen sollten nicht am Rahmen, sondern auf dem Rahmen befestigt sein und dem Gewichtsschwerpunkt (Hüfte, Lende) sollte mit doppelt liegenden Leisten begegnet werden.

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