Matratzen
Ein erholsamer und gesunder Schlaf ist nicht nur von einzelnen Komponenten des Bettes abhängig, er ist vielmehr das Ergebnis eines perfekten Zusammenspiels, das beim Lattenrost anfängt, sich über die Matratze fortsetzt und bei der Schlafauflage endet. Und wie so oft liegt auch hier der Teufel im Detail. Je besser und vor allem individueller diese Teile sind, desto entspannter wird man am nächsten Morgen aufwachen. Das Hauptaugenmerk sollte dabei immer bei der Matratze liegen, weil sie die meisten Anpassungsmöglichkeiten bietet. Mit dem richtigen Härtegrad, mit verschiedenen Liegezonen oder auch dem richtigen Innenleben liegt man bei der Auswahl im wahrsten Sinne des Wortes schon richtig, aber moderne Matratzen können noch viel mehr für Körper, Muskeln und Gesundheit tun.
Ausgehend von den individuellen Anforderungen sollte vor dem Kauf immer die jeweilige Situation analysiert werden. Dazu gehören natürlich Körpergewicht und tägliche Nutzungsdauer der Matratze, aber auch eventuelle allergische Reaktionen oder mögliche Vorschädigungen von Rücken oder Hüfte sollte hier mit einfließen. Natürlich kann dabei auch kompetentes Fachpersonal helfen. Gute Matratzenhändler wissen genau, auf welche Inhaltsstoffe man lieber verzichten sollte oder ob eine punkt- oder lieber eine flächen-elastische Matratze die richtige Wahl ist. Schließlich ist die Auswahl an Modellen und Materialien für den Laien kaum überschaubar. Aber ebenfalls unverzichtbar ist eine solche Vorauswahl, insbesondere, wenn man bedenkt, das jeder Mensch mindestens 25 Jahre seines Lebens im Bett verbringt und dabei etwa 2.500 Liter Schweiß verliert. Angesichts solcher Zahlen sollte auch der Preis nur eine untergeordnete Rolle spielen, weshalb man auf Discounter-Modelle generell verzichten sollte.
Zur Auswahl stehen beispielsweise Matratzen mit verschiedenen Federkernen. Diese Modelle sind besonders gut belüftet, eher flächenelastisch, selbst wenn verschieden starke Federn verbaut wurden, um unterschiedliche Liegezonen zu gewährleisten. Auch die aus Wolle oder PVC-Vlies bestehende Trennschicht an den Federenden sollte ein Kriterium sein, damit die Federn nicht nach kurzer Zeit durchscheuern. Die „Novaplus“ oder auch die „Siriusplus“ von „Schlaraffia“ sind besonders beliebte Federkern-Matratzen. Wesentlich verbessert haben sich in den letzten Jahren die Kaltschaum-Modelle. Auch hier sind unterschiedliche Zonen möglich, außerdem sind Kaltschaummatratzen völlig geräuschlos, haben eine hohe Punktelastizität und sind deswegen sehr lange haltbar. Auf diesem Gebiet ist beispielsweise das Modell „Primavera“ aus dem Hause „Malie“ zu nennen. Eine weitere Variante sind Latex- bzw. Schichtlatexmatratzen. Bei ihnen stehen die punktuelle Belastbarkeit und eine sehr gute Anpassung an alle Arten von Lattenrosten im Vordergrund. Außerdem sind Latexmatratzen wie die „Matrix-Cube“-Modellreihe von „Metzeler“ nahezu vollständig resistent gegen Milbenbefall. Wer seinen Schlaf durch ein reines ökologisches Gewissen zusätzlich verbessern möchte, kann sich auch für eine Naturmatratze entscheiden. Bei diesen komplett recycelbaren Matratzen werden ausschließlich natürliche Rohstoffe wie Rosshaar, Kokos, Hanf oder Stroh verwendet. Besonders Allergiker werden daher an Modellen wie der „Canapa“ oder der „Via-Junior“ lange Freude haben.
Ein ganz besonderer Stoff kommt bei den so genannten Visco-Matratzen zum Einsatz. Ein Memory-Polymer kann sich dem Körper optimal anpassen und später wieder in die ursprüngliche Form zurückkehren. Derartige Matratzen sind die Flaggschiffe des Herstellers „Tempur“ wie sich an den Modellen „“Royal“ oder „Comfort Plus“ zeigt. Eine große Punktelastizität sowie das Abstützen druckempfindlicher Regionen sind nur zwei Vorteile dieser Variante. Neben den genannten Matratzenherstellern finden sich – insbesondere im Fachhandel – natürlich auch noch einige andere Unternehmen, die mit ihren Matratzen für einen ergonomisch korrekten, erholsamen und gesunden Schlaf verantwortlich sind. Insbesondere die Marken „Dunlopillo“, „Badenia“ oder auch „Diamona“ und „Hukla“ sind in unzähligen Schlafzimmern zu Hause.
Doch ganz gleich, für welches Modell und welche Matratzen-Variante man sich letztlich entscheidet, einige Punkte sollten unbedingt beim Kauf beachtet werden. Dazu gehört die schon erwähnte fachkundige Beratung durch kompetentes Personal. Wenn möglich, sollte ein ausgiebiges Probeliegen erfolgen, um die Belastungs- bzw. Stützfunktion der einzelnen Bereich zu prüfen und ein vorheriger Blick auf die Inhaltsstoffe kann den späteren Gang zum Hausarzt wegen allergischer Reaktionen oder Milbenbefall ersparen. Die Anschaffung einer Matratze ist keine alltägliche Angelegenheit, aber mit Umsicht und bestmöglicher Vorbereitung bekommt man eine Schlafunterlage, die viele Jahre lang sehr gute Dienste leistet. In diesem Sinne: Gute Nacht!